Wann i amoi stirb

Einem Flugblattdruck zufolge wird der Text des Liedes „Wann i amoi stirb“ dem Wiener Volkssänger Carl Rieder (1819-1886) zugeschrieben. Auch das Lied „Hiatzt bin i no kloan“ war in dieser Zeit mit derselben Melodie in der ganzen Steiermark, insbesondere im Mürztal verbreitet. Peter Rosegger berichtete, dass er dieses Lied anlässlich seiner Musterung (1864) in Bruck … Wann i amoi stirb weiterlesen

Zwa Fiedeln, a Klampfen, a Maurerklavier

„Die feine Nobless schwärmt heut nur mehr für Jazz" - komponiert von Theodor Wottitz und getextet von Karl Leibinger vor 1937. Dieser Liedanfang des Wiener Heurigenmarsches ist ein charakteristisches Beispiel dafür, wie Vertreter des Wienerliedes seit der vorigen Jahrhundertwende und sich insbesondere in der Zwischenkriegszeit verstärkt bemühten sich von der aufstrebenden, internationalen Popularmusik abzugrenzen. Sie … Zwa Fiedeln, a Klampfen, a Maurerklavier weiterlesen

Jetzt sagst ma warum ma

Dieses melodisch eher ländliche, einfache Wienerlied ist ein richtiger Ohrwurm, dessen Text sich in sozialer, historischer und politischer Hinsicht als sehr komplex und aufschlussreich erweist. Das Lied lässt sich anhand des Textes auf die Zeit um 1850 datieren. Es erinnert an die Folgen der Wiener Revolution 1848. Als nach Niederschlagung derselben die Zensur unter Metternich … Jetzt sagst ma warum ma weiterlesen

Gibele, Gäbele (En offi, en ahi)

Der Ursprung dieses Tanzliedes dürfte im Montafon liegen. Die Melodie und der Text einer Strophe sind bereits in der Handschrift von Josef Martin Strolz um 1812 bis 1818 erfasst. Der Tanz zum Lied wird in der Volksüberlieferung als „En offi, en ahi" („Einen Gang hinauf, einen Gang zurück") bezeichnet. Beim „Kaiserfest" 1908, dem sechzigjährigen Thronjubiläum … Gibele, Gäbele (En offi, en ahi) weiterlesen

Die letzten zwa Pülcher

Dieses Lied spielt auf reizvolle Art und Weise mit der gesellschaftlichen Nicht-Unterwerfung der beiden Protagonisten - der „zwa Pülcher". Diese haben das Gaunerleben dem konventionellen Leben vorgezogen. "Pülcher" ist eine wienerische Bezeichnung für einen Strolch und Grobian, bzw. für ein verdächtiges Objekt, das mit leicht kriminellen Handlungen und kleinen Gaunereien sein Dasein fristet. Der Begriff … Die letzten zwa Pülcher weiterlesen

D’Schintergruabn

Bei diesem Lied handelt es sich um ein Gstanzl-Lied mit Dudlereinschüben, das weit in die Wiener Musikantentradition zurück reicht. Die Verbindung zwischen Dudler und Instrumentalmusik wird hier deutlich. „Es ist anzunehmen, daß der Dudler dieses Liedes von der ersten Geigenstimme der ‚Anwandler Tänze' (von Jos. Winhart) übernommen und als eigenständige Weise zurechtgesungen wurde." 1866 verarbeitete … D’Schintergruabn weiterlesen