Siebenschritt

Die bekannte Volkstanzforscherin Ilka Peter (1903-1999) zeichnete in den 1930er und 1940er in verschiedenen Regionen Salzburgs Siebenschritt-Formen auf. Ihre Aufzeichnungen bei diesem und bei vielen anderen Tänzen zeigen, dass zur jeweils gleichen - oder nur geringfügig variierten - Melodie jeweils andere Schrittfolgen getanzt wurden. Die frühe Volkstanzforschung sah darin, ähnlich wie beim Dialekt, regionalspezifische Ausprägungen. Ob … Siebenschritt weiterlesen

Spitzbubenpolka

Die Spitzbubenpolka findet unter verschiedenen Namen und in unterschiedlichen Formen weite Verbreitung in ganz Österreich. So ist der Tanz etwa unter dem Namen Judenpolka, Sautreiber, Fingerlpolka oder Vogelsteller bekannt. Vor allem im deutschen Sprachraum, aber auch im westslawischen Gebiet und in ganz Europa erfreut sich der pantomimische Klatschtanz großer Beliebtheit. Prägendes Merkmal des Tanzes ist … Spitzbubenpolka weiterlesen

Deutscher Umgang – Drum san ma Landsleit

Die Herkunft dieses Liedes ist unklar. Flugblätter „Mir san Landsleut" aus dem Blaha Verlag in Wien um 1890 handeln von Linzer und Böhmischen Landsleuten bzw. waren auch mit „Weanerische Landsleut" zu singen. Die Liedentstehung bezieht sich hier wohl auf die durch die zunehmende Industrialisierung ausgewanderten Landarbeiter aus der Gegend um Linz und den Böhmerwald in … Deutscher Umgang – Drum san ma Landsleit weiterlesen

Maxlazibada

Dieses Stück basiert auf dem von Tobi Reiser (1907 - 1974) komponierten „Maxglaner Zigeuner Faschingsmarsch". Reiser gilt als Musiker, Arrangeur, Gründer zahlreicher Ensembles (u.a. Flachgauer Musikanten, Tobi Reiser Quintett, etc.) und Initiator neuer Instrumente (chromatisches Hackbrett) und Spieltechniken als maßgeblicher Entwickler eines volksmusikalischen Stils im 20. Jahrhundert. Die Zeit des Nationalsozialismus, dessen Ideologie und das … Maxlazibada weiterlesen

Maschkeratanz

Der Maschkeratanz wird in Steinfeld kurz vor Mitternacht in die letzte Faschingsunterhaltung eingeschoben. Er lässt sich etwa hundertzwanzig Jahre zurückdatieren und wurde nach einer Unterbrechung 1952 erstmals wieder aufgeführt. Es handelt sich dabei um einen maskierten Gruppentanz, der von sechs Tanzpaaren, bestehend aus Türke/Türkin, Zigeuner/Zigeunerin, Hirte/Sennerin, Tiroler/Tirolerin, Wirt/Wirtin und einem Greisenpaar, ausgeführt wird. Die Figuren … Maschkeratanz weiterlesen

Ehrentanz

Der Ehrentanz ist jener Tanz, der bei Pielachtaler Hochzeiten getanzt und gesungen wird, wenn es um die „weltliche Übergabe" der Braut an den Bräutigam geht. Diese erfolgt nach Eintritt in den Hochzeitssaal, sobald sich die Gäste in einem Kreis aufgestellt haben, beginnt der Heiratsmann Gstanzln zu singen. Der Heiratsmann ist der „Zeremonienmeister" einer Hochzeit - … Ehrentanz weiterlesen

Üsor drü ufom Kanapee

„Üsor drü ufom Kanapee" („Wir drei auf dem Kanapee") ist ein flotter Galopp wie ihn die Bauernkapelle Andelsbuch aus dem Bregenzerwald, Mitglieder des „Musikvereins Harmonie Andelsbuch", nach dem Zweiten Weltkrieg zum Tanz musizierte. Die erste Niederschrift findet sich im sogenannten „Schwarz Büochle" der „Kohlermusik", 1926 angelegt vom Klarinettisten Xaver Kohler (1892-1980), einem gebürtigen Andelsbucher. Xaver … Üsor drü ufom Kanapee weiterlesen

Gailtaler Reiter

Im Kärntner Gailtal wird das traditionelle Kufenstechen als Teil des Kirchtagsbrauchtums noch heute gepflegt. Dabei reiten junge Männer dörflicher Burschenschaften auf ungesattelten Pferden und versuchen im Ritt mit einem Eisenschlögel ein kleines Holzfass (Kufe), welches sich auf einem Pfahl befindet, zu zerschlagen. Bei den Burschenschaften handelt es sich um Zusammenschlüsse der ledigen Jungmänner eines Ortes, im … Gailtaler Reiter weiterlesen

Wann i amoi stirb

Einem Flugblattdruck zufolge wird der Text des Liedes „Wann i amoi stirb“ dem Wiener Volkssänger Carl Rieder (1819-1886) zugeschrieben. Auch das Lied „Hiatzt bin i no kloan“ war in dieser Zeit mit derselben Melodie in der ganzen Steiermark, insbesondere im Mürztal verbreitet. Peter Rosegger berichtete, dass er dieses Lied anlässlich seiner Musterung (1864) in Bruck … Wann i amoi stirb weiterlesen