Amazing grace – A so a Segen

John Newton (1725-1807) veröffentlichte seinen Text „Amazing Grace“ gemeinsam mit  dem Poeten William Cowper (1731-1800) 1779 in The Olney Hymns. Newton war Theologe, der sich vor seiner Berufung als Seefahrer und Sklavenhändler sein Geld verdiente. Der Text verbreitete sich anfangs mit unterschiedlichen Melodien als Kirchenlied. Seine Berühmtheit erlangte es im 19. Jahrhundert in den USA. Der Text „Amazing Grace“ in Verbindung mit der heute bekannten Melodie wurde das erste Mal unter dem Titel „New Britain“ 1835 in The Southern Harmony and Musical Companion des Komponisten William Walker (1809-1875) veröffentlicht. Heute ist es eines der bekanntesten Lieder im englischsprachigen Raum, tausendfach interpretiert; mehrfach ideologisch für die Durchsetzung von politischen, religiösen, herrschenden und unterdrückten Interessen verwendet, gilt es als Sinnbild für die Werte der christlichen, westlichen Welt. Doch seine Botschaft ist eine universelle, ein Aufruf zum Frieden unabhängig von Nation und Religion. Diese Botschaft findet sich auch im deutschen Text „A so a Segen“ von Hubert von Goisern (*1952) wieder. Der zu hörende Titel ist 2015 auf der CD „Federn“ erschienen.

Im Bild ist Hubert von Goisern, der Schirmherr der Schulaktion „Komm, wir singen!“ mit den SchülerInnen des Haydn-Gymnasiums zu sehen.

Bild: Hubert von Goisern mit den Schülerinnen des GRG 5/Haydn-Real-Gymnasium anlässlich der Pressekonferenz zum Projekt „Komm, wir singen!“


Projekt:
Amazing Grace
Schulen:
NMS Stockerau, Niederösterreich
Zeitraum:
17.-18.6.2019
Personen:

5 PädagogInnen, 43 SchülerInnen der Klasse 3 ab, 1 Referent 

Projektbeschreibung:

Viele Menschen haben meist kaum noch Zeit und Möglichkeiten, „fremde“ Menschen – Menschen aus anderen Kulturen und Lebenswelten  –   persönlich kennen zu lernen und sich mit ihnen zu unterhalten. Daraus entstehen oft Unverständnis bzw. Vorurteile untereinander. Das Ziel des Projektes war es daher, Begegnungen von Menschen zu fördern und die Kinder für neue Erfahrungen offen zu machen. 

Ausgehend von der Beschäftigung mit der Entstehungsgeschichte des Liedes Amazing Grace und dem persönlichen Lebensweg seines Textverfassers John Newton, sollen die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Anderssein für Menschen ein großes Problem darstellen kann. Allerdings beinhaltet es auch eine große Chance für eine lebendige Vielfalt. Voraussetzung für ein gerechtes Miteinander sind das Akzeptieren und Wertschätzen aller Menschen, auch wenn sie „fremd“ oder „anders“ für uns sind. Statt Mauern zwischen Menschen wollen wir Brücken bauen.

Im Rahmen einer lebendigen Bibliothek „Living Books“ interviewten die SchülerInnen Menschen verschiedenster Herkunft und Geschichte. In einem Musikworkshop erarbeitete die Klasse mit einem Referenten das Lied „Amazing Grace“ mit Bodyperkussion, Rhyhtmus und Gesang.