Tanzliederquodlibet

Als Grundlage dieses Tanzliederquodlibets dienten dem Komponisten Lorenz Maierhofer ein Jodler, ein Lied und ein Tanz, die im alpenländischen Raum weit verbreitet und beliebt sind. Das Lied kann sowohl als Kanon als auch instrumental ausgeführt werden. Die 1. Stimme setzt sich aus Motiven der Ennstaler Polka zusammen, die 2. Stimme nach dem Volkslied „Hintn bei der Stådltür“ und die 3. Stimme nach dem Admonter Echojodler. Diese Komposition jüngeren Ursprungs wurde 1993 im Schulliederbuch „Sing & Swing“ vom Komponisten und Walter Kern veröffentlicht, begleitet mit fünf CDs, die beliebte und unbekannte Lieder für den Schulgebrauch beinhalten. Im Rahmen eines 2007 durchgeführten Schulprojektes „Back to the rootsalpenländische Volksmusik und afrikanische Rhythmen“ wurde dieses Lied von den mitwirkenden SchülerInnen einstudiert und auf der CD „Wir für Afrika“ publiziert, die noch andere verschiedenste afrikanische Lieder und Spirituals enthält.

Bild: Collage aus dem Ö. Volksliedwerk


Projekt:
Back to the roots – alpenländische Volksmusik und afrikanische Rhythmen
Schulen:
1.-4. Klasse Musikhauptschule Dr. Theodor Körner II, St. Pölten
Zeitraum:
Februar – Mai 2007
Personen:

110 SchülerInnen, 5 Lehrpersonen, Schülerchor der Musikvolksschule Daniel Gran I St. Pölten, 7 ReferentInnen: Afro-Tanz, Trommeln, Perkussion, Schuhplattler

Projektbeschreibung

Die SchülerInnen der Musikhauptschule beschäftigten sich vier Monate auf vielfältige Weise mit afrikanischer und alpenländischer Volksmusik und schlossen mit einem Benefizkonzert das Schulprojekt ab. Neben der Sensibilisierung und Wertschätzung für andere Kulturen wurde dadurch das soziale Engagement der SchülerInnen gestärkt, die mit ihrer Abschlussaktion ein Schulprojekt in Hoachanas in Südkalahari in Namibia finanziell unterstützten.

Während dem Projektzeitraum umfassten die klassenübergreifenden Aktivitäten musikalische Aktionen und Workshops: Der Schulchor bestehend aus 60 SchülerInnen studierte verschiedenste afrikanische Lieder und Spirituals ein. Die SchülerInnen erarbeiteten eine Reihe von Tänzen, sowohl alpenländischen als auch afrikanischen Ursprungs. Als ganz besonders interessant erwies sich der Vergleich zwischen einem südafrikanischen Gummistiefeltanz und dem Schuhplattler. Das Holz- und Blechbläserensemble lernte Volkslieder, Weisen und Jodler kennen. Weiters nahmen die SchülerInnen der Musikvolksschule am Trommelworkshop mit afrikanischen Rhythmen teil.

Jede Klasse der MHS setzte zusätzlich ein individuelles Projektthema um. Die Palette reichte von der Beschäftigung mit der ethnischen und religiösen Zusammensetzung Afrikas, über Kindheit, Probleme HI-Virus, Townships und Apartheidsystem bis hin zur Kultur und Tierwelt. Neben einem Afrika-Quiz fertigten die SchülerInnen einen Afrika-Kalender mit Rezepten und Liedern an, sowie Lesezeichen mit Tiermotiven.

Im Zuge der Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln, ganz im Sinne des Projektes „back to the roots“, wurde das hier zu hörende aus alpendländischen Motiven arrangierte Tanzliederquodlibet kennen gelernt und beim Benefizkonzert vorgetragen. Die MVS beteiligte sich ebenfalls mit fünf Chorstücken. Darüber hinaus wurde die CD „Wir für Afrika“ publiziert, der das Lied entnommen ist.