Der Weg zu mein Diandl is stoani

Dieses im ganzen süddeutschen Raum verbreitetes Gstanzllied gehört zu den Liebesliedern. Ein Großteil der österreichischen Volkslieder – sehr oft in Verbindung mit der Beschreibung des Almlebens – hat die Liebe in scherzhaftem Ton zum Inhalt. Schon der Schriftsteller Peter Rosegger (1843-1918) kannte das Lied aus seiner Jugend und hat es mit dem Komponisten Richard Heuberger (1850-1914) in Volkslieder aus Steiermark, Pesth 1872 veröffentlicht.

Im Bild sind SchülerInnen der VS Sautens/Tirol zu sehen, die sich im Schuljahr 2008/09 mit dem Thema „Mit allen Sinnen“ klassenübergreifend und in allen Unterrichtsfächern beschäftigten. Dabei gestalteten die SchülerInnen u.a. Schautafeln, Spielgeräte und Stationen zum Ausprobieren entlang eines Wanderweges.

Zu hören ist das Stück vom 1976 entstandenen Heanznquartett, das in der burgenländischen Volksmusiktradition mit einer Streicherquartettbesetzung eine Innovation darstellte. Es spielen Helmut und Rudolf Pietsch, Franziska Pietsch-Stockhammer und Hermann Härtel, erschienen auf der LP „Das Heanznquartett spielt Volksmusik aus dem Burgenland“.

 
Bild: SchülerInnen der VS Sautens/Tirol
 

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Projektbeschreibung:

Zu diesem Lied ist noch kein Projekt im Rahmen des „Mit allen Sinnen“-Projektes durchgeführt worden. Hier finden sich ein paar Anregungen und Ideen:

Nicht nur in der Volksmusik zählt die Liebe zu einem der meistverarbeiteten Motive. In der Auseinandersetzung mit Liebesliedern können die SchülerInnen daher auch Verbindungen zu anderen Musikgattungen wie Pop, Jazz, Klassik, Elektro, Blues etc. ziehen. Lassen sich Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Inhalt erkennen? An der musikalischen Ausdrucksweise und Gestaltung dieser Liedgattung? Die Liebe als Lebenskonzept, nicht ausschließlich auf partnerschaftlicher Ebene, kann ebenso reflektiert werden. Neben dem Singen und Finden von passenden Begleitinstrumenten für das Lied können die SchülerInnen das Lied in die „heutige“ Sprache übersetzen oder sogar eigene Lieder und Texte verfassen und vortragen.

Auch in anderen Kulturkreisen sind Liebeslieder häufig im Repertoire zu finden.  Die SchülerInnen können nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden suchen, bei Verwandten und Bekannten nachfragen, welche Liebeslieder sie kennen und in welchem Kontext oder zu welchen Bräuchen diese gesungen werden. Mit den Liedern kann in die jeweilige Sprache eingetaucht und Wörter in den Sprachen der MitschülerInnen geübt werden.

Ein weiterer Ansatz wäre eine Auseinandersetzung mit Rollenbildern von Frau und Mann sowie dem Thema Gender. Die Chancengleichheit in verschiedenen Bereichen des Arbeits- und Alltagslebens zwischen den Geschlechtern ist nach wie vor nicht gegeben. Rollenklischees können reflektiert werden. Hier können auch die eigenen Großeltern bzw. ältere Menschen der Umgebung befragt werden, wie sich das Leben als Frau oder Mann früher gestaltete, vom beruflichen bis zum privaten Umfeld.


Projekt:
Elise im Burgenland
Schulen:
5. Klasse des BG/BRG Mattersburg, Burgenland
Zeitraum:
Oktober 2005 – Februar 2006
Personen:
2 Lehrpersonen, 27 SchülerInnen, 4 ReferentInnen (singende Säge, präpariertes Klavier, Studioarbeit mit SchülerInnen für Drum-Loop)

Projektbeschreibung:

Nicht nur in der Volksmusik zählt die Liebe zu einem der meistverarbeiteten Motiven. In der Auseinandersetzung mit Liebesliedern können daher Verbindungen zu anderen Musikgatttungen wie Pop, Jazz, Klassik gezogen werden, sowie zu anderen Kulturkreisen. Die SchülerInnen der BG/BRG Mattersburg widmeten sich in dem Projekt „Elise im Burgenland“ dem Thema Liebe in der Musik. Ausgehend von Beethovens „Für Elise“ und dem Burgenländischen Volkslied „Es steht ein Baum im tiefen Tal“ wurden musikalische Variationen mit singender Säge, Drums, präparierten Klavier und Rap umgesetzt.

Im Unterrichtsfach Zeichnen gestalteten die SchülerInnen Acrylbilder und verwoben beide Motive künstlerisch. Musikalisch wurden beide Stücke ebenfalls verwoben, dafür produzierten die SchülerInnen am präparierten Klavier neue Sounds, indem Schrauben zwischen den Saiten oder Radiergummis ins Pedal gesteckt wurden. Das musikalische Motiv von „Elise“ am Klavier wurde von der „singenden Säge“ begleitet. Ein Percussion Loop wurde von fünf SchülerInnen umgesetzt, dazu das Lied „Es steht ein Baum“ mit Kamm und Gegenstimmen in Xylophon und Flöte gestaltet. Die Ballade „Es steht ein Baum im tiefen Tal“ wurde mit einem Experiment rhythmisch bearbeitet. Ausgangspunkt war, dass sich SchülerInnen in Gruppen oder auch einzelne Personen einen Satz auswählten und ihn zu verschiedenen Zeiten im Rhythmus sagten. Daraus entstand eine Worttraube.

Ein passender Rap inspiriert durch beide Stücke entstand und rundete den vier Minuten und 22 Sekunden dauernden Song ab.

 

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