Österreichisches VolksLiedWerk
Volksmusikland Österreich
Stille Nacht, Heilige Nacht
St. Nikolaus Kirche in Oberndorf bei Salzburg
St. Nikolaus Kirche in Oberndorf bei Salzburg

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Dieses weltbekannte Weihnachtslied wurde 1816 von Joseph Mohr in Mariapfarr im Lungau in Form eines Gedichts getextet und zwei Jahre später von Franz Xaver Gruber in Arnsdorf (Lamprechtshausen) vertont. Im selben Jahr 1818 kam es zum ersten Mal in der am Bild (Projektbezogene Verwendung mit freundlicher Genehmigung der Stille-Nacht-Gesellschaft) dargestellten St. Nikolaus Kirche in Oberndorf bei Salzburg zur Aufführung. Heute ist das Lied auf der ganzen Welt in vielen Sprachen als Lied für den heiligen Abend mit 3 Strophen bekannt.

Ursprünglich war das Lied sechsstrophig geschrieben für 2 Solostimmen samt Chor und Gitarrenbegleitung. Es fand schon bei der Uraufführung bei der Bevölkerung Gefallen. An Hand autographischer Aufzeichnungen kamen im Laufe der Jahre Abschriften mit Melodievarianten und neuen Besetzungsformen hinzu. Eine davon entstand 1845, gekennzeichnet durch das Gruber Autograph V (siehe Handschrift, projektbezogene Verwendung mit freundlicher Genehmigung der Stille-Nacht-Gesellschaft).

Gespielt wird das Lied hier von den Grazer Turmbläsern, 2 Trompeten, 1 Horn und 1 Posaune, aufgezeichnet auf der CD Stille Nacht heilige Nacht.

Neben dieser verbreiteten und beliebten Form des Liedes gibt es noch eine andere Version, das so genannte „Hirten Stille Nacht“. „Stille Nacht, heilige Nacht, wir bringen dem Kindlein ein Opfer dar.“, so der Liedanfang. Gerlinde Haid zeichnete es erstmals 1976 im Rahmen der Flachgau-Feldforschung auf. Vorgesungen wurde das Lied vom Pfarrer Andreas Radauer aus Seekirchen und seiner Schwester Hanni Dürager, welche es in Kindheitsjahren von ihrer Großmutter erlernten und bei Neujahrswünschen vortrugen. Zu finden ist diese Version auf der CD mit Feldforschungsaufnahmen von Gerlinde und Hans Haid mit dem Titel Owa Diandl - Cara mamma; musica alpina III & IV, Volksmusik aus den Alpen herausgegeben vom Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie und Vita Alpina-Alpenakademie-Arunda 1999.

 

Noten und Text in verschiedenen Sprachen (Blatt 1)

Noten mit 6 Strophen (Blatt 2)

Noten mit Klavierbegleitung

Handschrift

Tonbeispiel Hirten Stille Nacht

Hirten Stille Nacht, Feldforschung Flachgau

Literatur Stille Nacht