Österreichisches VolksLiedWerk
Volksmusikland Österreich
Räuberlied
Antonisinger
Antonisinger

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Das Räuberlied ist eines der vielen sozialkritischen Lieder, das dem Herrschenden als Mächtigen den Beherrschten als Armen gegenüberstellt. Es geht hier um eine Räuberbande, die sich zusammenschweißt, um sich zu motivieren und gegen das soziale Ungleichgewicht anzukämpfen. Das „Räuberlied" erscheint erstmals 1887 mit drei Strophen ohne Melodieaufzeichnung in einem Liederbuch von Leonhard Achreiner aus der Wildschönau. Weitere Varianten stammen von 1910 aus der Gegend von Kals/Iseltal.

Angeblich wurde es in den 1950er Jahren in der Wildschönau anlässlich einer Aufführung der "Räuber vom Glockenhof" erstmals wieder gesungen. Aus dem Reinerlös der Aufführungen wurde die Anschaffung der neuen Glocken für die Pfarrkirche Oberau unterstützt.

Hier singen das Räuberlied die Antoni-Singer aus der Wildschönau, die nach einer beliebten Wallfahrtsstätte "St. Antoni" in der oberen Wildschönau benannt sind. Ursprünglich hatte man sich vor bald zwanzig Jahren zum "Anklöpfeln", einem Brauch in der Adventzeit, zusammengefunden. Weil man aber nicht nur in der Vorweihnachtszeit singen wollte, singen die „Antoni Singer" heute vorwiegend Volkslieder, die in der Wildschönau oder der engeren Umgebung gesammelt bzw. gesungen wurden und werden. Viele ihrer Lieder stammen aus der Sammlung "Tiroler Lieder" von Franz Friedrich Kohl (1899), der die Wildschönau als eines der sangesfreudigsten Täler Tirols bezeichnete.

 

Noten

Handschrift