Österreichisches VolksLiedWerk
Volksmusikland Österreich
Am Wiesle
Oberländergitarrenmusi
Oberländergitarrenmusi

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Dieses Gitarrenstück wurde von Andreas Pirschner, dem Gitarristen der Gruppe „Oberländer", für dessen Frau Martha 1999 komponiert. Anfang der 1970er Jahre waren die beiden an der Bewirtschaftung der Alm „Wiesle" im Ötztal beteiligt, daher der Name. Das Stück wurde 2008 von der Gruppe für die CD „g'sunga und g'spielt" im Tonstudio ASS in Landeck aufgenommen.

Der Name der Gruppe bezieht sich auf das Tiroler Oberland. Einst lag dessen Grenze in Hall in Tirol, welches lange Zeit aufgrund des Salzbergwerks das wirtschaftliche Zentrum des Inntals darstellte. Das Holz für den Salzabbau wurde aus weiten Teilen Tirols auf dem Inn nach Hall geflößt. Ein Holzrechen in Hall fing es auf und war gleichzeitig Grenze zwischen Ober- und Unterland. Als Unterland wird der östliche Teil Nordtirols bezeichnet. Mit der Entwicklung Innsbrucks zur Landeshauptstadt ist auch heute die geografische Grenze etwas weiter nach Westen gewandert. Oberland dient heute als Bezeichnung für touristische Regionen, eine politische Region stellt es jedoch nicht dar.

Diese Weise, besetzt als Gitarrenduo mit zweistimmig geführte Melodie und Begleitung, wird im ¾-Takt zusätzlich mit Kontrabass kombiniert. In dieser Form lehnt es sich an die Gitarrenspieltradition Tirols an, in der das solistische Gitarrenspiel im Gegensatz zum übrigen Alpenraum eine besondere Tradition hat. Schon zu den Wegbereitern der ersten Blütezeit der sechssaitigen Gitarre um 1800 zählen zwei Tiroler: der aus Innsbruck stammende Leopold Neuhauser und Leonard de Call aus Eppan.

 

Noten

Literaturhinweis

 

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